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Spielbericht SV Marienstein II - DJK Stopfenheim II 3 : 1 ( 2 : 0 )
Etwas überraschend deutlich siegte die Mariensteiner „Zweite“ gegen den Tabellenzweiten der A – Klasse West, trotz Unterzahl über eine Stunde lang. Matchwinner an diesem Tag war Geburtstagskind Stefan Schramm mit zwei Treffern.
Allerdings hatte der Mittelfeldspieler bei seinem ersten Treffer Glück, als sein Linksschuß noch abgefälscht wurde und unhaltbar ins Tor trudelte ( 13. min. ). Das 2 : 0 in der 32. Minute war schon ansehnlicher, denn diesmal hatte der Gästeschlussmann gegen den strammen Rechtsschuß von Schramm keine Abwehrchance. Nach 35. Minuten sah Manuel Vater zum zweiten mal Gelb und musste zum Duschen.
Im zweiten Spielabschnitt starteten die Gäste einen Sturmlauf auf das Heimtor, das Benjamin Dremel sicher hütete. Jedoch verhinderte die SV – Abwehr um den unsichtigen Libero Sebastian Heimisch den Anschlusstreffer. Vielmehr wäre bei einem Konter Sebastian Weinast das 3 : 0 geglückt, aber der Gästekeeper parierte reaktionsschnell. In der 57. Spielminute kam die Bezirksligareserve zum 2 : 1, als Dremel einen platzierten Distanzschuß aus 22. Metern aus dem Netz holen musste. Aber postwendend stellten die Platzherren den alten Abstand wieder her; Ralf Danner bediente mustergültig den eingewechselten Thomas Schmid, der mit einem sehenswerten Heber aus 25 Metern den verdutzen DJK – Keeper überwinden konnte.
Danach stand die Heimmannschaft tief in ihrer Hälfte, hatte aber bei Konterchancen die Möglichkeit das Ergebnis hochzuschrauben.
SV Marienstein II: Dremel – Heimisch – Bauer, Regler ( 73. Reim ) – Stahl, Weinast, Schramm, Hilpert – R. Danner ( 61. Herrmann ) – Erath ( 46. Schmid ), Vater
SV Marienstein unterstützt Kinderhilfsprojekt in Bosnien
Seit Jahren unterstützen zahlreiche Mitglieder des SV Marienstein ein Kinderhilfsprojekt in Bosnien. Vor wenigen Tagen fiel diesen nun einem Brand zum Opfer. Gott sei Dank wurde niemand verletzt, aber dennoch entstand ein gehöriger Sachschaden.
Es wird nun darum gebeten, dieses Projekt wiederaufzubauen und dazu muß weitere finanzielle Unterstützung folgen: Kontonummer 20 11 04 41 bei der Sparkasse Eichstätt. (BLZ 721 513 40).
Bei Fragen kam man sich gerne an Alex Sturm ( 08421 2400 ) wenden oder auch unter www.schutzengel-gesucht.de informieren.
Anbei der offizielle Bericht der Brandkatastrophe:
Brand in „Centar Duga“
Alle Kinder unversehrt gerettet – Hoher Sachschaden
Brandkatastrophe in „Centar Duga“. Am späten Sonntagabend brach im Kinderheim „Haus Regenbogen“ des Vereins „Schutzengel gesucht“ in Kulen Vakuf (Bosnien-Herzegowina) ein Feuer im Dachgeschoß des Hauses aus, das bisher über 130 Kindern mit der Unterstützung aus Deutschland eine vorläufige Bleibe war. Alle Kinder (19) wurden dank der Hilfe junger Leute aus dem Dorf gerettet. Ein Großteil der Einrichtung ist aber zerstört. Der Sachschaden beträgt rund 200 000 Euro. Alex Sturm, Ortsbeauftragter der „Schutzengel“ in Eichtätt ist entsetzt: „Wie soll es jetzt weitergehen?“
KULEN VAKUF – Günter Prantl, Vorsitzender des Vereins „Schutzengel gesucht“ aus Mörsdorf/Freystadt, Arno Heider (Schwabach), Redakteur bei den Nürnberger Nachrichten und Gründungsvater des Vereins sowie Heimleiter Admir Ljescanin standen gerade gemütlich in einem Kino in Bihac zusammen, um auf Einladung des Bürgermeisters den 747. Geburtstag der Stadt zu feiern. Am Tag danach sollte Prantl zum Ehrenbürger der Hauptstadt im Kanton Una-Sana ernannt werden.
Die Nachricht kam gegen 20.30 Uhr: „Centar Duga“ steht in Flammen, kommt bitte schnell, die Nacht leuchtet.“ Admir rast mit Prantl und Heider gen Kulen Vakuf. So schnell war er noch nie, wie in an diesem Abend. Dort angekommen fand er ein Dorf in Aufruhr und beim Helfen.
Das Feuer muss gegen 20.20 Uhr ausgebrochen sein. Ela Vajzovic (17), die Tochter der pädagogischen Heimleiterin, die mit ihren Eltern in „Centar Duga“ wohnt, rennt durch das Dorf und schreit immer wieder: „Pomoc, Pomoc. Gori u djeci Domu. Pomoc.“ („Hilfe, Hilfe. Es brennt im Kinderheim. Hilfe.“ Jasna Vajsovic schlägt im Nachbarhaus Alarm. Die Hausfrau sagt am nächsten Tag, dass Jasnas Gesichtsfarbe zwischen grün und blau gewechselt habe: Zittern am ganzen Körper.
Die Jugend des 800 Einwohner zählenden Dorfes ist um diese Zeit noch auf der Straße. Man geht spazieren, da niemand Geld hat, um in die Disco ins 40 Kilometer entfernte Bihac zu fahren. Und die jungen Leute rennen zum Kinderheim. Reißen die Kinder aus den Betten, bringen sie in Sicherheit.
Die örtliche Feuerwehr ist schnell mit 20 Mann vor Ort, obwohl es kein Alarmsystem gibt. Hausmeister Muhamed Vojic, von Jasna alarmiert, versucht vorher mit dem Feuerwehrschlauch aus dem Haus und elf Feuerlöschern den Brand unter Kontrolle zu bringen. Vergebens. Die Flammen schlagen bis zu zehn Meter aus dem Dach, berichtete ein Augenzeuge. Muhamed hat keine Chance. Fenster platzen, der Rauch wird immer dichter.
Die örtliche Feuerwehr löscht aus allen Rohren. Es gibt keinen Atemschutz, aber die Helfer gehen unter das Dach. Und wagemutige junge Männer beginnen zu retten, was zu retten ist. Windelpakete werden über das Dach hinaus geworfen, die Windeln, die Arno Heider und Willi Hahn aus Burgsalach (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) noch im September aus Deutschland nach Kulen Vakuf gefahren haben. Säcke mit Plüschtieren und Kleidung landen in der durch Löschwasser aufgeweichten Wiese. Und die Helfer aus dem Dorf bilden eine Menschenkette, reichen Windeln und Hygieneartikel, die im Magazin auf dem Dach gelagert waren, von Hand zu Hand. Der Hausmeister der gegenüber liegenden Schule hatte die Tür aufgesperrt, um das Material, von dem vieles dennoch weggeworfen werden muss, zu lagern.
Jasna ruft immer wieder in die Runde, wo Helfer gebraucht werden. Und die Leute aus dem Dorf bleiben bis in der Nacht um 3 Uhr. Bis wirklich alles gemacht ist, was in dieser Nacht zu tun möglich war. Die Menschen haben danach zerrissene Hosen, verkohlte Hemden und blutige Hände vom Dach abdecken. Einen Notarzt, der in Deutschland obligatorisch zu einem Brand beordert wird, gibt es in Bosnien nicht. Aber der Doktor aus dem Ort, ein gebürtiger Sudanese, kümmert sich um die Menschen. Er ist auch am nächsten Morgen um 7 Uhr bei den Kindern. Er erkundigt sich, ob es Hustenanfälle gab (Rauchvergiftung) oder andere Besonderheiten festzustellen sind. Eine nette Geste.
Zehn Jahre Arbeit sind zerstört. Die Frauen, die in „Centar Duga“ arbeiten, haben Angst: Wie wird es weitergehen? „Wir bauen wieder auf“, versicherten Günter Prantl und Arno Heider am Dienstag den weinenden Betreuerinnen, die sich durch die Nächte und auch tagsüber ganz rührend um ihre Schützlinge gekümmert haben. Herausgerissen aus der gewohnten Umgebung brauchen die Kleinen jetzt noch mehr Zuwendung. Es wird keine Frage gestellt, ob der Dauereinsatz bezahlt wird. Die 14 Frauen sind da. Jasna, die Heimleiterin, hatte Gänsehaut, als Prantl und Heider ihr „Gottes Hilfe“ bei all den Problemen der Zukunft gewünscht haben.
Mittlerweile steht fest, dass die „Duga“-Familie in einem leer stehenden Haus in Kulen Vakuf eine vorläufige Bleibe finden wird. Ein Fußboden muss noch gelegt und ein paar Rigipsplatten eingebaut werden. Das soll diese Woche erledigt sein. 250 Euro Miete kostet das Haus im Monat.
Der Bürgermeister aus Bihac versicherte, einen Architekten zu beauftragen und zu bezahlen, der neue Pläne macht. Das Kinderheim soll umgestaltet werden, um die Arbeitsabläufe zu verbessern.
„Schutzengel gesucht“ hofft angesichts der Katastrophe, dass sich Menschen an das Projekt erinnern, das sie vielleicht vor Jahren gefördert haben. Jetzt brauchen die Kinder in Kulen Vakuf wieder Unterstützung. „Helfen Sie uns“, sagt Alex Sturm: „Werden Sie wieder ein Schutzengel.“
Spielbericht SV Marienstein - SV Rednitzhembach 2 : 0 ( 0 : 0 )
Florian Gabler mit Doppelpack in der Schlussphase SV Marienstein bezwingt zum Auftakt Rednitzhembach mit 2 : 0 Marienstein ( dom ) Zum Auftakt in die Frühjahrsrunde der Kreisliga Jura konnte der SV Marienstein vor heimischem Publikum drei wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt einfahren. Die Vorstädter bezwangen das Tabellenschlusslicht, SV Rednitzhembach, am Ende verdient mit 2 : 0 ( 0 : 0 ). Matchwinner dabei war Youngster Florian Gabler mit beiden Treffern.
In der ersten Spielhälfte war die schwache Kreisligapartie von der defensive Ausrichtung beider Teams geprägt. Die Heimelf versuchte immer wieder ihre beiden schnellen Spitzen, Felix Neumeyer und Rafael Erath, steil anzuspielen, die Gäste aber standen tief in ihrer eigenen Hälfte und so hatten sie leichtes Spiel, ein Gegentor zu verhindern. Zweimal wurde es aber vor dem Hembacher Gehäuse doch gefährlich. Bernd Gastl zog von der linken Seite eine Flanke zur Mitte, wo Florian Gabler den Kopfball unter Bedrängnis nicht mehr platzieren konnte. Und auch Markus Schmidramsl, der am Strafraum frei gespielt werden konnte, war mit seinem Abschluß zu ungenau.
Auch im zweiten Spielabschnitt sah es lange Zeit nach einem torlosen Remis aus, bis zur 70. Minute: die Gäste dezimierten sich selbst, als der verwarnte Thomas Schlam pp nach einem unnötigen Foul an Benjamin Eichiner im Mittelfeld von souveränen Unparteiischen Franz Eubel ( SV Wagenhofen ) des Feldes verwiesen wurde. In Überzahl erzeugten die Platzherren nun gehörigen Druck auf das SVR – Tor. Bernhard Dannemann gab den ersten gefährlichen Warnschuß aus 24 Metern ab und auch ein versuchter Heber von Gastl verfehlte noch das Ziel. Auf der Gegenseite musste sich Eugen Schwarz nur einmal auszeichnen, aber hier reagierte der Schlussmann gegen einen 14 Meter Schuß von Daniel Stöcklein sicher.
In der 79. Minute erlöste Gabler den zahlreichen Mariensteiner Anhang: Markus Risch, der nach seiner Einwechslung viel Schwung in das Mariensteiner Angriffsspiel gebracht hatte, zog über links von der Torauslinie eine Flanke zur Mitte, in die Gabler am langen Pfosten hineinlief und aus vier Metern sicher verwertete. Kurz darauf hätten die Gastgeber den Sack zumachen müssen, jedoch wurden zwei gute Kontermöglichkeiten zu leichtfertig vergeben. Beinahe hätte sich dieses gerächt, als der Daniel Benhofer nach einer missglückten Kopfballabwehr aus zehn Metern frei über das SVM – Tor schoß. Die entgültige Entscheidung war wieder ein Zusammenspiel von Risch und Gabler: Risch bediente mit einem mustergültigen Pass den startenden Gabler, der das Leder aus zehn Metern am herausstürmenden Martin Mulzer vorbei ins Netz schob ( 88. min. ).
SV Marienstein: Schwarz – König – Eichiner, Beck – Stark ( 76. Pfuhler ), Dannemann, Gabler, Gastl, Schmidramsl – Neumeyer, Erath ( 58. Risch )
Der SV Marienstein 2 verlor ein Testspiel gegen den Kreisklassisten TSV Röttenbach mit 2 : 1 ( SV – Tor: Manuel Vater ).